Rammstein – Mein Herz brennt [pt/de/en]

Mein Herz brennt

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Minhas anotações (se alguém quiser ler)

Nun, liebe Kinder, gebt fein Acht (Sandmann),
Agora, queridas crianças, cuidem bem.
ich bin die Stimme aus dem Kissen.
Eu sou a voz que está saindo do travesseiro

Ein Sandmann (Tag) ist weg, jetzt kommt sein finsterer Bruder (Nacht),
der erste Satz deutet auf das “Sandmännchen” hin, der zweite auf einen Horrorfilm. 

Stimme wird oft für eine innerliche Stimme benutzt:
bildlich
Beispiele:
sie folgte der Stimme ihres Herzens, der Vernunft, des Gewissens
gehoben
sie gehorchte der Stimme ihres Herzens, der Vernunft, des Gewissens
eine innere Stimme hatte ihn gewarnt (= ein sicheres Gefühl hatte ihn gewarnt)
Sie soll Stimmen und Erscheinungen haben […] [ BrechtJeanne d’Arc2]
Ich hab euch etwas mitgebracht (Sandmann),
Eu trouxe algo para vocês
Im Sandmännchen wird nach folgendem Satz eine Geschichte erzählt.
“Sandmann, lieber Sandmann, es ist noch nicht so weit!
Wir sehen erst den Abendgruß, ehe jedes Kind ins Bettchen muss,
du hast gewiss noch Zeit.”

Das Sandmännchen kam mit einer Wolke eingeschwebt, oder auch mit einem Fluggerät, dessen orangefarbene Karosserie dem Rennwagen Porsche 908/03 nachempfunden war, und sprach: „Nun, liebe Kinder, gebt fein acht, ich hab’ euch etwas mitgebracht.“ (wikipedia.de)

Ab hier wird dann die Geschichte erzählt.
hab es aus meiner Brust gerissen.
Arrancou-o do meu peito

Ludwig Philippson – Saron, Volume 2
Die Augen hat man mit dem Stahl getötet, 
Die Zorn gesprüht auf den, der mich geliebt Warum die Hand vom Rumpfe nicht getrennt.
Die wider ihn, sein greises Haupt sich hob? 
Warum das Herz nicht aus der Brust gerissen, 
Das undankbare, widerspenstige Herz? 
O Nacht der Augen,
wie bist Du so licht Gen meines Geistes schwarze Schauernacht!
Mit diesem Herz hab ich die Macht,
Com este coração, eu tenho o poder
Warum hat er die Macht mit dem Herz,
das er aus SEINER Brust gerissen hat?
⇾ Ist sein Herz mit dem der Kinder vereint? ⇾ Seelenleben.
Warum mit “DIESEM” Herz? Wenn ich zum Doktor gehe, sage ich ja nicht:
“Ich habe Probleme mit diesem Herz[en]”, sondern “meinem / dem Herz[en]”.
Bei Fingern macht es schon eher Sinn, da man mehr als einen hat. 
Das Herz als Sitz der Seele
In der klassischen griechischen Philosophie sah man das lebenswichtige Organ
dagegen als Sitz der Seele an – und damit auch der Gefühle. Diese Vorstellung
verbreitete sich weit und wurde schließlich sogar von der katholischen Kirche
übernommen.
1311 revidierte sie dies zwar wieder, dennoch steht das Herz bis heute
sinnbildlich für große Emotionen und vor allem als Symbol für die Liebe.
https://www.lokalmatador.de/thema/symbolische-bedeutung-von-roten-herzen-2812/

Dass das Herz in unserer Kultur heute eine so wichtige Rolle spielt,
hat seine Ursache auch im Christentum. Im Christentum gilt das Herz
als Sitz des Guten und des Bösen, gleichzeitig findet dort nach
christlichem Verständnis die Kommunikation zwischen Jesus und Mensch
statt. Schon früh kam auch dem Herz Jesu eine besondere Bedeutung zu.
Bereits im Mittelalter erlebte die Verehrung des Herzens Jesu einen
ersten Höhepunkt. Das durchbohrte Herz des Heilands wurde
zum Sinnbild der göttlichen Liebe zu den Menschen.
Im 17. Jahrhundert wurde die Herz-Jesu-Verehrung dann zum Massenkult.
Vorangegangen war die Vision einer französischen Nonne,
der im Jahr 1673 Jesus und sein flammendes, von einer Dornenkrone
umgebenes Herz erschienen waren.
Zahlreiche Abbildungen von flammenden oder blutenden Jesus-Herzen
verbreiteten das Symbol, in Frankreich entwickelte es sich im
18. Jahrhundert sogar zum Zeichen einer katholischen Gegenrevolution
gegen die Aufklärung und die Entwicklungen der Moderne.
Zwar begeht die katholische Kirche bis heute am dritten Freitag
nach Pfingsten das Herz-Jesu-Fest, doch hat der Kult seit dem
20. Jahrhundert an Bedeutung verloren.
An der Verbreitung des Herzsymbols weltweit hat der Herz-Jesu-Kult
allerdings entscheidenden Anteil gehabt. Heute allerdings hat
der inflationäre Gebrauch des Herz-Symbols den religiös-mystischen Sinn
verdrängt hat.
die Augenlider zu erpressen.
De chantagear as pálpebras
Von der Satzstruktur her könnten es seine eigenen Augenlider sein,
was aber überhaupt keinen Sinn macht,
es müssen die Augenlider des Kindes sein.
Sandmann hat den magischen Sand, mit dem er die Augen kontrolliert.
Der böse Sandmann kontrolliert die Augen (Tränen ⇾ Angst?)
mit dem Herzen. 
Augen sind Sinnesorgane, mit welchen die objektive Realität
wahrgenommen wird. Jemanden Sand in die Augen zu streuen,
bedeutet, ihm die Wahrnehmung der Wirklichkeit zu nehmen.
Die Welt wird dann nur noch durch die eigenen Vorstellungen,
schlimmstenfalls Angstträume oder Wahnsinn, wahrgenommen.
Ich singe, bis der Tag erwacht.
Eu conto fábulas até o dia acordar [amanhecer]

“singen” bedeutet hier “erzählen”, siehe dwds.de  →
das Sandmännchen erzählt auch immer eine Geschichte. dichterisch mit poetischen Ausdrucksmitteln von etw. erzählen,
berichten, etw. in einer Dichtung verherrlichen
Beispiele: der Dichter sang von vergangenen Zeiten, der Liebe, den Abenteuern der alten Reckenviele
alte Volkslieder singen von der Schönheit der Natur

Theodor Körner: sein Leben und seine Dichtungen,
für die Jugend und das Volk

Schlummert süß!Gute Nacht! Schlummert, bis der Tag erwacht! 
Schlummert, bis der neue Morgen Kommt mit seinen neuen Sorgen, Ohne Furcht; der Vater wacht! Gute Nacht!


 
Ein heller Schein am Firmament –

Uma luz brilhante no firmamento 

Das Kind öffnet seine Augen ⇾ Erlösung [von dem Bösen]
Für den Sandmann das Gegenteil. Licht dringt durch die Augen des Kindes (Firmament).  
der Wille abgeneigt vom Guten, hingen geneigt zum Bösen 
und wo in nicht ein heller Schein in der Menschen Herzen
gegeben wurde, daß die Erleuchtung von der Erkenntnis
der Klarheit Gottes in der Person Christi entstünde,
so fielen sie in die Finsternis

Sie stehen wie einsam leuchtende Sterne am hohen Firmament unseres Lebens. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1944]]
Schließlich können wir am nächtlichen Firmament die Sterne mit bloßem Auge erkennen. [Die Zeit, 12.03.1993, Nr. 11]
Die Schwestern sind noch heute als die Sterne des Großen Wagens am Firmament zu sehen. [Die Zeit, 17.04.1992, Nr. 17]
Das ganze Bild des Firmaments wirkt viel kontrastreicher als von der Erde aus. [Die Zeit, 21.04.1961, Nr. 17]
Die Nacht sang nicht mehr aus der Vogelkehle zu ihm, er sah das Firmament. [Kolbenheyer, Erwin Guido: Das dritte Reich des Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1925], S. 1042]
mein Herz brennt.

Meu coração está queimando
Für den Sandmann ist das Öffnen der Augen natürlich schlecht, er kann nur in der Nacht/in den Träumen kommen, da er im Unterbewusstsein/im Inneren existiert.
Hier wird jetzt das Possessivpronomen “mein” benutzt, da es ein Herz ist (Innerei),
liegt es nahe, dass damit Losgelöstheit von dem Kind ausgedrückt werden soll. 
Das vorher benutzte Demonstrativpronomen “diesem” zeigt an, dass man auf etwas deutet.
Vorher gab es also eine gewisse Distanz zwischen lyrischem Ich und dem Herzen.
(Schau mal, diesen Mann kenne ich!)
Redewendungen“brennen” deutet fast immer auf Dringlichkeit hin:

auf etwas brennen
(etwas nicht erwarten können)
jemandem auf der Seele brennen (jemandem ein dringendes Anliegen sein)
es brennt jemandem unter den Sohlen (jemand steht unter Zeitdruck; jemand hat es eilig)
jemandem brennt etwas auf der Zunge (jemand möchte etwas sagen)
es brennt an allen Ecken [und Enden] (es ist allerhöchste Zeit; es gibt gleich mehrere große Probleme / Schwierigkeiten)
etwas brennt jemandem auf / unter den Nägeln (etwas ist wichtig / dringend)
jemandem brennt der Boden unter den Füßen (die Lage wird unerträglich; jemandem droht Gefahr)
Meine Seele sehnt sich nach deinem heiligen Leibe.
Mein Herz brennt von heiligem Verlangen, mit dir vereinigt zu werden. 
Gib dich mir, und du hast mir genug gegeben ; denn außer dir tröstet doch kein Trost.
Ohne dich kann ich nimmer sein,ohne deine Heimsuchung nimmer leben.
Sie kommen zu euch in der Nacht –
Eles vêm até vocês durante a noite

Dämonen, Geister, schwarze Feen.
Demônios, fantasmas, fadas pretas
Die Geschichte wird nicht chronologisch erzählt
(Reihenfolge von Verlust und Erzählen der Geschichte ist vertauscht). 
Erscheinen des Sandmanns [Direkt nach dem Sandmännchen] ⇾ 
Verlust der Bindung an das Kind – Tod [mein Herz brennt] ⇾
Erzählen einer Geschichte wie im Sandmännchen ⇾ 
Toter Sandmann [kalte Venen] ⇾  
Wiedergeburt [heiße Tränen in kalte Venen]


NachtbockNachtkrabbNachtgigerNachtrabeNaachseil (Nachteule)



Die westeuropäische Folklore wartet mit einer Vielzahl von Schreckfiguren auf,
deren Bestimmung es war, des Abends die Kinder zum Nachhauseweg
bzw. daheim zum Einschlafen zu bringen, wie den ziegenartigen Nachtbock,
den Nachtkrabb, den Nachtgiger, den Bummelux, den Nachtraben
oder im Hunsrück die Naachseil (Nachteule).
Ihre Wesenszüge sind in unterschiedlichem Maße
in die literarische Ausformung der bekannten Sandmannfigur
mit eingeflossen.
Sie kriechen aus dem Kellerschacht
Eles rastejam para fora da janela do porão

und werden unter euer Bettzeug sehen
E olhará debaixo de sua roupa de cama
Geschichten wie im Sandmännchen, aber gruselig. 
Ich überwinde auch das letzte bisschen Schutz (Bettdecke),
das euch noch bleibt / Ich finde euch, egal wo ihr seid. 
Er verlor vor Furcht den Kopf, floh nach den Bagagewagen
und versteckte sich darin unter das Bettzeug,
um dem grausamen Tode zu entgehen
Sie kommen zu euch in der Nacht
Eles vêm até vocês durante a noite
und stehlen eure kleinen heißen Tränen.
E roubem suas pequenas lágrimas quentes
Sie warten, bis der Mond erwacht,
Eles esperam até a lua acordar
und drücken sie in meine kalten Venen.
E injetam-nas em minhas veias frias
Unterschied “heiß” (Leben) – “kalt” (Tod)Tränen Angst
das Blut (Saft des Lebens) des Sandmanns der Unterwelt
wenn es Nacht wird, steht er vom Tode auf
Dieser Zyklus wiederholt sich dann in der nächsten
Nacht (wie das Sandmännchen, das jeden Abend kommt)
Mond in Schauergeschichten, wenn die Sonne aufgeht
(Licht am Firmament), verschwinden die Bösen
(Dracula [hat auch kaltes Blut]) oder werden wieder
“normal” (Werwolf)
Weiteres Indiz dafür, dass sich der Sandmann im Inneren
des Kindes befindet:
Die Monster, die kommen, verletzen das Kind
scheinbar nicht, sie stehlen ihm nur die Tränen.

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