O que aconteceu com Hans Alemão

Compartilhar no facebook
Compartilhar no google
Compartilhar no twitter
Compartilhar no linkedin

Até agora o pior ano da minha vida …

Was ist passiert? – O que aconteceu?

Alles war so geplant …

Nach einem anstrengenden letzten Jahr, in dem ich viel Unterricht gegeben hatte, wollte ich mich im Januar und Februar endlich mal auf meine Internetseite fokussieren. 
Meine Idee war es, all das Material, das ich über die letzten Jahre in die sozialen Netzwerke gestellt hatte, zu organisieren und ein eigenes soziales Netzwerk für brasilianische Deutschlernende aufzubauen.

Die Onlinekurse, die ich anbiete, haben eine klare Struktur, aber der YouTube-Kanal ist über die Jahre organisch gewachsen. Es war an der Zeit, Ordnung in die Sache zu bringen, und das bis maximal Mitte/Ende Februar.
Allerdings war alles etwas arbeitsaufwendiger, als ich es mir vorgestellt hatte, weswegen ich länger als geplant brauchte. Mitte März war dann so gut wie alles fertig und Ende März/Anfang April sollte meine Seite endlich online sein.

Doch es kam alles anders

Anstatt mein 10-jähriges Jubiläum in Brasilien zu feiern, wachte ich am 27.03.2021 mit einem leichten Schmerz in meiner Hüfte auf. In den 10 Jahren in Brasilien hatte ich schon häufiger Schmerzen in der Hüfte gehabt, allerdings waren die nie ein großes Problem gewesen, da sie meistens nach 2 oder 3 Tagen vollständig verschwunden waren.  
Früher waren sie meistens von übertriebenem Training gekommen, und ich dachte, dass es dieses Mal auch so wäre. Zwar hatte ich wegen der Pandemie aufgehört, Jiu-Jitsu zu trainieren, aber ich trainierte noch jeden Tag ausgiebig mit Kettlebells zu Hause. Doch anstatt wie früher nach kurzer Zeit zu verschwinden, wurden die Schmerzen immer schlimmer.

Am 28.03. bat ich meine Tochter noch, wegen des Wehwehchens etwas Rücksicht beim Spielen zu nehmen. 
Am 29.03. verschob ich den wöchentlichen Einkauf im Supermarkt. 
Am 30.03. hatte ich schon Probleme, von meinem Stuhl aufzustehen.

Am 31.03. wachte ich morgens auf, kam vor Schmerzen kaum aus dem Bett und humpelte ins Bad. Dort wurden die Schmerzen noch schlimmer! So schlimm, dass ich ohnmächtig wurde. Einen Tag vor meinem 38. Geburtstag merkte ich, dass etwas mit mir nicht stimmte. 

Die ersten Untersuchungen

Ein paar Stunden später war ich dann schon in einem angesehenen Krankenhaus, wo man nach einigen kleinen Untersuchungen meinte, dass ich eine Schleimbeutelentzündung (Fachbegriff: Bursitis) hätte. Man verschrieb mir einige teure Medikamente, die ich einige Tage lang einnahm. Die Tabletten brachten aber leider überhaupt nichts außer einem leeren Geldbeutel. Meine Schmerzen wurden immer schlimmer. So schlimm, dass ich ohne fremde Hilfe nicht mehr aufstehen konnte.

Als meine Beine dann anfingen, anzuschwellen, blieb mir nichts anderes übrig, als zurück ins Krankenhaus zu gehen. Dieses Mal wurde festgestellt, dass ich eine Schleimbeutelentzündung und noch irgendetwas anderes hätte. Der Arzt sagte mir, dass man zurzeit wegen der Pandemie vermiede, Patienten im Krankenhaus aufzunehmen. Er verschrieb mir Oxycodon, ein sehr starkes Opioid, und bat mich darum, mit einer MRT zurückzukommen.

Mit dem Opioid wurden die Schmerzen erträglicher, jedoch nur für kurze Zeit. An dem Tag, an dem ich den Termin für die MRT hatte, konnte ich mich weder vom Stuhl erheben noch ausgestreckt liegen bleiben. An eine Untersuchung in der Röhre war so nicht mehr zu denken, also sagte ich den Termin ab. Als dann ein langjähriger Schüler von mir, Luiz, mir eine Nachricht schickte und mich fragte, wann der Unterricht wieder anfinge, schilderte ich ihm mein Problem.

Die rätselhaften Schmerzen

Luiz, bei dem ich mich hier noch einmal bedanken möchte, ist nämlich Arzt und arbeitet im Krankenhaus “Santa Casa”, dass ganz in meiner Nähe ist. Er bat mich, so schnell wie möglich zu ihm zu kommen, was ich dann auch tat.  
Da ich eine Krankenversicherung habe, ging er mit mir zusammen ins anliegende Krankenhaus “Santa Isabel”, das zu “Santa Casa” gehört. Ich erzählte dem Orthopäden die ganze Geschichte, worauf der mir versprach, dass ich das Krankenhaus nicht verließe, ohne den Grund meiner Beschwerden zu erfahren.

Als dann sowohl die Röntgenaufnahme als auch die Tomografie keine Auffälligkeiten zeigten, sagte er, dass es am besten sei, wenn ich im Krankenhaus bliebe, um den Fall genauer zu untersuchen. Er gestand mir, dass alles sehr rätselhaft sei. Ich entschied mich also, im Krankenhaus zu bleiben. Ich war mir sowieso sicher, es nach kurzer Zeit wieder zu verlassen. Auf dem Papier war ich ja gesund, denn die Untersuchungen zeigten keine Auffälligkeiten, ich hatte die ganze Zeit über nie Fieber gehabt und meine Hüfte war auch nicht geschwollen.

Licht ins Dunkle

Am Abend wurde mir noch Blut abgenommen und am nächsten Tag kam dann, nach fast 3 Wochen, schließlich Licht ins Dunkle: Ich hatte eine Knochenmarkentzündung (Fachbegriff: Osteomyelitis). Die Ärztin sagte mir gleich, dass die Genesung eine langwierige Sache sei. Noch an demselben Morgen bekam ich Antibiotika intravenös verabreicht und zwei Tage später wurde ich operiert. Doch nach der Operation wurde die Lage nicht besser, sondern verschlechterte sich, denn es bildeten sich Abszesse in meiner Hüfte.

Schmerzen ohne Ende

Mit den Abszessen in der Hüfte ging ich wirklich durch die Hölle, noch nie in meinem Leben hatte ich schlimmere Schmerzen – Schmerzen, bei denen selbst intravenös verabreichtes Morphin nur bedingt half. In keiner Position hatte ich meine Ruhe, die verdammten Schmerzen waren einfach immer da. Ich verlor den Appetit, konnte MRT nur unter Narkose aushalten und war den ganzen Tag über kreidebleich. Zu dieser Zeit arbeitete ich noch im Krankenhaus an meiner Internetseite. Sie war zwar eigentlich schon fertig, aber ich hatte noch genug Ideen. Von Tag zu Tag wurde die Arbeit aber immer anstrengender, denn mit den Schmerzen, so sagt man, kommen die Depressionen. 

Operationen ohne Ende

Ich erwartete aber, dass sich die Lage nach der zweiten Operation, bei der der Eiter abgesaugt würde, bessern würde. Die Lage besserte sich dann auch, aber leider nur für kurze Zeit.  Die Schmerzen kamen nach wenigen Tagen zurück, jedoch dieses Mal mehr im Gesäß als in der Hüfte. Zu diesem Zeitpunkt ging es mir richtig schlecht, ich wurde richtig depressiv, wollte mit niemandem mehr sprechen und hörte auf, an der Plattform zu arbeiten. Es war zum Verzweifeln: 2 Operationen, ohne dass sich die Lage gebessert hat. Deswegen beschlossen die Ärzte, mich ein drittes Mal zu operieren.

Bei dem Eingriff nahmen sie einen Teil vom Knochen heraus und platzierten dort eine Masse mit Antibiotika.  Diese Operation war zwar die invasivste, brachte aber endlich die so lang erhoffte Besserung. Ich hatte zwar noch starke Schmerzen, konnte aber endlich anfangen, richtig Physiotherapie zu machen. Nach mehr als zwei Monaten im Liegen konnte ich endlich wieder sitzen und fing kurz danach an, mit einer Gehhilfe wieder das Laufen zu lernen. Ich blieb aber noch fast einen Monat im Krankenhaus, weil ich mich noch ein viertes Mal unters Messer legen musste.

Die Masse, die bei der dritten Operation angebracht wurde, musste nämlich wieder entfernt werden. Da es körperlich endlich bergauf ging, ging es mir auch psychisch besser.

In dem letzten Monat arbeitete ich voll motiviert an meiner neuen Seite und produzierte viel neues Material, dass es ohne meinen Krankenhausaufenthalt nicht gegeben hätte. 

Johannes

Johannes

Escreva um comentário

Sumário

Cadastre-se no Newsletter

* obrigatório

Quando você estiver inscrito no Newsletter, você não vai perder nenhuma novidade!

Start a Conversation

Hi! Click one of our member below to chat on Whatsapp

Suporte técnico

Suporte técnico

Suporte técnico - mande uma mensagem!

online

Por que tantas pessoas ficam reprovadas nas provas escritas A1/B1?

Seminário gratuito – de 9 a 12 de agosto –